Entfernung von Hautveränderungen

Entfernen von Hautveränderungen mittels Laser

Optimal und narbenfrei lassen sich Hautveränderungen wie z.B. Leberflecken, Altersflecken, Sommersprossen und vorspringende Hautanteile wie Warzen beseitigen. Auch braun pigmentierte Narben sind für die Lasertherapie geeignet. Voraussetzung dafür ist allerdings, daß die jeweilige Hautveränderung selbst noch nicht in tiefe Schichten der Haut eingetreten ist. Denn sobald die Regenerationsschicht der Haut durchschritten werden muß, um Gewebe zu entfernen, wird sich immer eine Heilung mit Defekt, also einer Narbe einstellen. Kann man die Hautveränderung oberhalb der Regenerationsschicht abtragen, wird eine narbenfreie Heilung erfolgen.

Der CO2 Laser
Das Kunstwort Laser bedeutet, daß durch angeregte Emission von Strahlung verstärktes Licht entsteht. Mit diesem verstärkten Licht, dem eigentlichen Laserstrahl, arbeiten wir. Der Laserstrahl des CO2 Lasers wird in sehr kurzen Pulsen von weniger als einer Tausendstelsekunde (Superpuls) auf die Haut geleitet und dort hauptsächlich von Wasser absorbiert. Die oberflächlichsten, wasserhaltigen Hautschichten der Hautveränderung verdampfen. Das umliegende Gewebe und tiefere Hautschichten werden geschont, da die Energie des Laserstrahls exakt dosiert werden kann. Damit ist das Risiko der Narbenbildung äußerst gering. Sehr schöne kosmetische Resultate mit kurzer Heildauer werden erzielt.

Behandlungsablauf
Die Laserentfernung störender Pigmentflecken, Altersflecken, Knötchen und Plaques an den Augenlidern(sog. Xanthelasmen), Warzen, Condylome (HPV-Papillomen) erfordert im allgemeinen keine spezielle Hautvorbereitung. Die Behandlung kann also meistens sofort erfolgen, wenn die Entscheidung dazu gefallen ist. Die Behandlung kleiner Areale ist schmerzarm (vergleichbar Nadelstichen) und benötigt keine örtliche Betäubung, größere Areale werden in lokaler, regionaler Betäubung oder Kurznarkose therapiert.
Die Behandlungszeit dauert je nach Ausdehnung der zu entfernenden Stellen zwischen 5 und 20 Minuten. Nach der Behandlung kommt es zur oberflächlichen Schorfbildung. Wenn der oberflächliche Hautschorf nach ca. 1Woche abgefallen ist, sind die braunen Stellen verschwunden und eine frische rosafarbene Haut wird sichtbar. Diese nach der Laserbehandlung entstandene frische rosige Hautfarbe paßt sich in den folgenden Wochen der Hautfarbe der Umgebung an. Üblicherweise gelingt es, die störenden Pigmentflecken in einer einzigen Sitzung zu entfernen.

Mögliche Risiken und Komplikationen
Infektion = Besiedelung der gelaserten Hautbezirke durch Bakterien und/oder das (Wieder-) Auftreten von Herpes Bläschen durch Herpes Viren. Insgesamt ist das Infektionsrisiko sehr gering und tritt nur auf, wenn größere Areale behandelt werden oder wenn jene häufig mit Wasser in Berührung kommen. In einem solchen Fall bakterieller Infektion werden die gelaserten Stellen für wenige Tage mit einer desinfizierenden Salbe behandelt. Im Anschluß daran ist eine Lichtschutzcreme mit Sonnenschutzfaktor 60 für 2 - 6 Wochen notwendig.
Nur selten wird eine Prophylaxe mit Antibiotika und Anti-Herpes Tbl. notwendig.
Hyperpigmentierung = Nachdunkelung des behandelten Hautbezirks. Diese unerwünschte Hyperpigmentierung ist immer nur vorübergehend. Immer bildet sich die Nachdunkelung nach einer gewissen Zeit – entweder von alleine oder durch die Anwendung spezieller Cremes zurück. Um der Hyperpigmentierung von vornherein vorzubeugen, sollte man 6 Wochen nach der Laserbehandlung die Sonne meiden und täglich eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 60 anwenden.
Depigmentierung = Aufhellung des behandelten Hautbezirks ist eine insgesamt sehr seltene Nebenwirkung.
Hautverschorfung. Der durch die Laserbehandlung entstandene oberflächliche Hautschorf ist in den ersten Tagen kosmetisch störend. Der Schorf fällt in wenigen Tagen von alleine ab. Er darf auf keinen Fall selbst durch Kratzen entfernt werden, weil es sonst zur Narbenbildung kommt. Nach dem Abfallen der oberflächlichen Krusten bleiben die Hautstellen für wenige Wochen gerötet.
Rötung der Haut. Eine Rötung der Haut ist die normale Reaktion der Haut auf eine Laserbehandlung und besteht in der Regel 6-10 Wochen. Diese Rötung läßt sich gut überschminken. Im Einzelfall kann diese Rötung der Haut über 10 Wochen bestehen bleiben. Diese über das Normale hinaus bestehende leichte Rötung klingt spätestens nach 6 Monaten ab
Narbenbildung. Das Risiko einer Narbenbildung ist sehr gering. Narben bilden sich eigentlich nur, wenn sich die behandelten Stellen infizieren, was insgesamt sehr selten ist, oder die Behandlung zu tief durchgeführt wurde. Schmutzarbeiten und Gartenarbeiten sind zu unterlassen, um das Risiko einer Infektion zu verhindern. Zusätzlich werden desinfizierende Salben aufgetragen (Aureomycin Salbe, Fucidine Salbe).

Behandlungskosten
Da die ästhetische Lasertherapie eine kosmetische und nicht medizinisch notwendige Behandlung darstellt, werden die Behandlungskosten nicht von den Krankenkassen oder Versicherungen übernommen. Die Kosten werden privatärztlich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) liquidiert und richten sich nach Ausdehnung und Schwierigkeitsgrad der zu entfernenden Narben.