Epilation

Entfernung störenden Haarwuchses mit Laser (Laserepilation)

Eine dunkle Behaarung an unerwünschten Stellen ist für viele Menschen eine seelische Last. Frauen empfinden einen Damenbart, Haarwuchs an Beinen, unter der Achsel und in der Bikinizone als störend. Männer fühlen sich durch eine starke Behaarung von Brust, Schultern und Rücken beeinträchtigt.

Haarentfernung mit Alexandrit Laser

Der Laserstrahl des Alexandrit Laser durchdringt wirkungslos die oberste Hautschicht und wird von dem braunen Farbstoff Melanin in den Haarfollikeln absorbiert. Der Haarfollikel wird geschädigt, er verliert seine Fähigkeit, Haare zu produzieren. Die Laser-Epilation ist umso effizienter, je dunkler und dicker die zu entfernenden Haare sind und je blasser die Haut im zu enthaarenden Areal ist.

Alle Körperhaare unterliegen einem Wachstumszyklus, d.h. Wachstums- phasen wechseln sich mit Rück- bildungsphasen und Ruhephasen ab. Nur Haare in der Wachstumsphase sind Laser sensibel, d.h. nur in diesem Zeitraum kann der Laserstrahl die Haarfollikel zerstören. Haare in der Rückbildungs- und Ruhephase sprechen nicht auf die Lasertherapie an,

Die unterschiedlichen Phasen des Haarwachstums
sind Laser resistent. Folglich muß abgewartet werden bis jene ruhenden Haare in die Wachstumsphase eintreten, um sie in diesem Wachstumsschub effizient „laserepilieren“ zu können.

Aus diesem Grunde sind mehrere Behandlungen notwendig – Damenbart 8-10 , Beine, Rücken, Bauch 10 Behandlungen, ggf. mehr. Zudem müssen die Intervalle zwischen den einzelnen Behandlungszyklen entsprechend dem Haarwachstumszyklus eingehalten werden.
Die Länge einer Wachstums-, Rückbildungs- und Ruhephase variiert von Mensch zu Mensch und von Körperareal zu Körperareal bei einem Menschen. Im Gesicht durchlaufen Haare schneller ihren Wachstumszyklus als an den Beinen oder der Bikinizone.

Was kann behandelt werden ?
Oberlippe, Kinn, Wangen, Hals (Damenbart)
Achselbehaarung
Bikini-Region oder der ganze Intimbereich für Frauen und Männer
Arme und Beine
Brust, Rücken und Schulterpartie
Perimamillär (um die Brustwarzen)
Bartlinienkorrektur für Männer ( z.B. bei störenden eingewachsenen Haaren im Halsbereich oder hohem Haaransatz über den Backenknochen)
Korrektur des Nackenhaaransatzes für Frauen und Männer
Störende Haare an Ohrmuschel, Ohrläppchen und Nase

Was kann nicht behandelt werden ?
Blonde, helle und weiße Haare enthalten nicht das Farbpigment Melanin und sprechen nicht an auf eine Lasertherapie.
Was ist vor der Behandlung zu beachten ?
Die zu behandelnden Hautstellen sollten nicht vorgebräunt sein.
Die Haare sollten vor der Behandlung für einen Zeitraum von ca. 4 Wochen weder gezupft noch mit Wachs oder mittels Nadelepilation entfernt worden sein.
Am Abend vor dem Behandlungstag , bitten wir Sie, die Haare in dem zu behandelnden Areal mit einem Einmalrasierer trocken oder naß zu entfernen. Bitte verwenden Sie keinen Elektrorasierer.

Behandlungsablauf
Vor der Behandlung soll die Haut glatt rasiert sein. Zunächst wird kaltes Gel auf die Haut aufgetragen und dann mit der Lasertherapie begonnen. Die Behandlung ist nicht schmerzhaft. Es bedarf keiner Betäubung. Nach der Therapie wird das Gel entfernt, die Haut gekühlt und mit Hautpflege versehen. Sie können unmittelbar danach Ihrem normalen Tagesablauf nachgehen.

Wie lange dauert die Behandlung ?
Die Behandlungdauer richtet sich nach der Größe der zu behandelnden Fläche. Für die einmalige Behandlung eines Oberlippenbartes sind ungefähr 5-10 Minuten nötig.
Für die einmalige Behandlung eines kompletten Rückens oder für die Behandlung von zwei Oberschenkeln werden ca. 2 Stunden benötigt.

Nachbehandlung
Wichtigste Verhaltensmaßnahme ist konsequenter Sonnenschutz. Zwischen den einzelnen Behandlungen bis inklusive 6 Wochen nach der letzten Therapie sind Sonne oder Solarium konsequent zu meiden. An einem sonnigen Tag sollte eine Sonnencreme mit Sonnenschutzfaktor 60 (z.B. Anthelios LSF 60 von La Roche Pousay) auf die behandelten Areale bei Aktivitäten im Freien aufgetragen werden.

Mögliche Nebenwirkungen
Nach der Behandlung kommt es meistens zu einer leichten Rötung der Haut und Schwellung der Haarfollikel. Diese Reaktion ist erwünscht und zeigt an, dass die applizierte Laserenergie effizient war. Innerhalb weniger Stunden sind diese Erscheinungen rückläufig bzw. verschwunden. Sollte nach der Behandlung ein Wärme- oder Hitzegefühl bleiben (wie bei einem leichten Sonnenbrand), bitten wir Sie, dieses Areal Zuhause weiter mit Eis kühlen.

Seltene Nebenwirkungen
Infektion = das (Wieder-) Auftreten von Herpes Bläschen durch Herpes Viren ist extrem selten.
Hyperpigmentierung = Nachdunkelung des behandelten Hautbezirks. Diese unerwünschte Hyperpigmentierung ist immer nur vorübergehend. Immer bildet sich die Nachdunkelung nach einer gewissen Zeit – entweder von alleine oder durch die Anwendung spezieller Cremes zurück. Um der Hyperpigmentierung von vornherein vorzubeugen, sollte man 4 Wochen vor und nach der Laserbehandlung die Sonne meiden und/oder täglich eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 60 anwenden.
Hautverschorfung. Selten treten oberflächliche Verschorfungen auf, noch seltener sind Blasen. Beide bitte nicht entfernen, damit keine Narben entstehen. Schorf und Blasen fallen in den nächsten Tagen von alleine ab.
Narbenbildung. Das Risiko einer Narbenbildung ist extrem selten.

Erfolgsquote: Nach über drei Jahren klinischer Erfahrung mit dem Alexandrit-Laser und Vorliegen der bisherigen Studien kann nach 6-8 Behandlungen mit einer Haarreduktion um 70-80% gerechnet werden (Durchschnittswerte). Kein Laser der Welt kann zur Zeit 100% der vorhandenen Haare permanent entfernen, weil Haare nicht synchron sondern zyklisch wachsen. Die laserempfindliche Wachstumsphase von Haaren differiert nicht nur von Mensch zu Mensch sondern auch von Körperregion zu Körperregion bei einem Menschen. Deshalb sollte man von einer permanenten Haarreduktion sprechen. Es ist möglich, dass zu einem späteren Zeitpunkt (auch 1-2 Jahre nach der letzten Behandlung) Haare nachwachsen. Diese können in der Regel mit einer Folgebehandlung wieder ausreichend therapiert werden.

Behandlungskosten
Da die ästhetische Lasertherapie eine kosmetische und nicht medizinisch notwendige Behandlung darstellt, werden die Behandlungskosten nicht von den Krankenkassen oder Versicherungen übernommen. Für die ästhetische Lasertherapie wird pro Behandlung ein Pauschalhonorar vereinbart. Dieses Honorar richtet sich nach Ausdehnung, Dichte und Schwierigkeitsgrad der zu epilierenden Hautareale.
Diese Preise schließen die notwendigen Nachkontrollen mit ein.