Faltenbehandlung, Hautverjüngung,Faltenentfernung, Aknenarbenglättung mittels Laser
(Cosmetic Skin Resurfacing)

Bestimmte Bereiche der Gesichtshaut unterliegen im Laufe der Zeit einer höheren Beanspruchung durch äußere Faktoren, wie zum Beispiel der Sonneneinstrahlung, aber auch durch innere Faktoren, wie etwa einem erniedrigten Feuchtigkeitsgehalt. Die Elastizität der Haut oder genauer der kollagenen Fasern in der Haut nimmt ab. Es entstehen Falten.
Narben bleiben nach der Heilung von verletztem Gewebe (z.B. nach Unfall, Akne) zurück.

Störende Falten und eingesunkene Narben lassen sich korrigieren durch eine Operation (z.B. Hautstraffung, Abschleifen oder Ausschneiden von Narben, Hautverpflanzung) oder Lasertherapie, zu der wir in Ihrem Fall raten.


Der CO2 Laser
Das Kunstwort Laser bedeutet, daß durch angeregte Emission von Strahlung verstärktes Licht entsteht. Mit diesem verstärkten Licht, dem eigentlichen Laserstrahl, arbeiten wir. Der Laserstrahl des CO2 Lasers wird in sehr kurzen Pulsen von weniger als einer Tausendstelsekunde (Superpuls) auf die Haut geleitet und dort hauptsächlich von Wasser absorbiert. Die oberflächlichsten, wasserhaltigen Hautschichten verdampfen. Das umliegende Gewebe und tiefere Hautschichten werden geschont, da die Energie des Laserstrahls exakt dosiert werden kann. Damit ist das Risiko der Narbenbildung äußerst gering. Sehr schöne kosmetische Resultate mit kurzer Heildauer werden erzielt.

Falten- und Aknenarbenglättung sowie Hautverjüngung mittels CO2 Laser

Die Faltenglättung und Glättung von Aknenarben mittels Laser von einem Teil des Gesichts (z.B.Stirn oder um die Augen, um den Mund) ist nicht ganz schmerzfrei und muß daher in örtlicher Betäubung (mit Betäubungscreme oder Spritzen) durchgeführt werden. Bei einer Behandlung des gesamten Gesichts („full face“), die etwa 180 Minuten dauert, empfiehlt sich eine Betäubungscreme kombiniert mit einer Regionalanästhesie.

Nach dem Auftragen und Einwirken einer Betäubungscreme oder Gabe einer Allgemeinnarkose oder Regionalanästhesie beginnt die Laserbehandlung. Die sehr kurzen Lichtpulse des CO2 Lasers verdampfen die obersten alten wasserhaltigen Hautschichten.
Im Vergleich zum mechanischen Abschleifen der Haut (Dermabrasion) ist mit dem CO2 Laser eine äußerst feine Dosierung möglich, die verschiedenen Schichten der Deckhaut lassen sich während des Abtragens erkennen. Dies ist Voraussetzung für eine narbenfreie Abheilung, denn gelangt man eine Schicht zu tief, kann sich die Haut an dieser Stelle nicht mehr regenerieren, Wird bis zur richtigen Schicht abgetragen, werden lediglich trockene, ältere sowie narbige Hautschichten entfernt, und es verbleibt frisches, junges Gewebe. Ein weiterer Vorzug des Lasers ist die Wirkung auf die kollagenen Fasern der Haut. Der sogenannte „shrinking effect“ bewirkt ein Zusammenziehen und eine Neuordnung der kollagen Fasern. Wird dieses „shrinking“ gleichmäßig über einen größeren Bezirk der Haut, zum Beispiel im Bereich der Augen oder des Mundes ausgelöst, so werden einzelne Falten, vereinfacht gesagt, glatt gezogen.
Nach dem ersten Laserdurchgang wird das behandelte Gewebe gründlich gereinigt und es erfolgt ein zweiter (ggf. ein dritter) Durchgang. Abschließend wird das behandelte Areal mit einer speziellen Wundfolie abgedeckt und Instruktionen für die Nachbehandlung gegeben.

Diese Methode der Falten- und Aknenarbenglättung sowie Hautverjüngung mit dem CO2 Laser wird seit 1991 erfolgreich in den USA durchgeführt und Cosmetic Skin Resurfacing (CSR) genannt.
Im Unterschied zum Face-Lifting bleiben beim CSR die individuelle Gesichtsmimik und Gesichtsausdruck erhalten. Man sieht nicht „operiert“ aus. Im Gegensatz zum chirurgischen Lifting ist das Risiko von Nerven- und Muskelverletzungen ausgeschaltet.

Heilungsverlauf

Der Heilungsverlauf wird entscheidend durch eine entsprechende Nachbehandlung der Haut mit speziellen Pflegemitteln bestimmt. Dazu werden Sie genauestens von uns instruiert (siehe Merkblatt Nachbehandlung CSR). 4 Wochen vor der Behandlung müssen Sonne und Solarium gemieden werden.

Nach erfolgter Laserbehandlung wird eine spezielle Wundfolie für 2 Tage getragen. Die Haut benötigt zur Abheilung 10-14 Tage, erst dann kann man sich wieder in der Öffentlichkeit zeigen.
Nach erfolgter Laserbehandlung ist die Haut sehr empfindlich und wird gerötet sein. Neues Kollagen und neue Oberhaut werden sich bilden. Diese Neubildung ist mit Absonderung von Feuchtigkeit verbunden. Mit Hilfe der Spezialwundfolie über 2 Tage und spezieller Creme über 10 Tage wird die benötigte Feuchtigkeit wieder zugeführt. Es bilden sich minimale Krusten, die sich nach einigen Tagen von selbst ablösen. Diese Krusten dürfen auf keinen Fall selbst entfernt werden, da sich sonst Narben bilden. Die prophylaktische Gabe von Antibiotika und Herpes-Virus Tabletten schützt die empfindliche Haut vor entsprechenden Infektionen.
Nach dem Ablösen der Kruste kommt eine neue, rosafarbene Haut zum Vorschein. Diese rosafarbene Haut besteht je nach Nachbehandlung und der Behandlungstiefe etwa 6-10 Wochen und kann bedenkenlos übergeschminkt werden. Direkte Sonneneinstrahlung und Solarium sollten 3 bis 6 Monate nach der Behandlung gemieden werden. Die tägliche Anwendung einer Sonnenschutzcreme mit Lichtschutzfaktor 60 ist unbedingt empfehlenswert, um eine Hyperpigmentierung (Nachdunkelung) der behandelten Haut zu verhindern.
Der endgültige Erfolg der Laserbehandlung läßt sich frühestens nach 3 Monaten abschätzen. Die Hautqualität hat sich deutlich verbessert – die Haut ist frei von feinen und mittleren Falten, frei von feinen und mittleren Aknenarben sowie ohne braune Flecken. Sie ist frischer, glatter und reiner.

Langzeiteffekt?

Die Resultate nach CSR sind langanhaltend aber nicht von ewiger Dauer. Die Haut ist nicht immun gegen Alterungsvorgänge. Der Prozeß der Hautalterung beginnt einige Jahre nach Laser-Verjüngung wieder, jedoch auf wesentlich jüngerer Ausgangsbasis. Als erstes kehren die Linien oder Falten wieder, die durch die natürliche Gesichtsmimik – wie Lachen, Blinzeln, Sprechen und Kauen - hervorgerufen werden. Mit spezieller Hautpflege läßt sich dieser Prozeß aber länger hinausschieben.

Mögliche Risiken und Komplikationen
Infektion = Besiedelung der gelaserten Hautbezirke durch Bakterien und/oder das (Wieder-) Auftreten von Herpes Bläschen durch Herpes Viren. Deshalb ist eine Prophylaxe mit Antibiotika und Anti-Herpes Tbl. unerläßlich.
Hyperpigmentierung = Nachdunkelung des behandelten Hautbezirks. Diese unerwünschte Hyperpigmentierung ist immer nur vorübergehend. Immer bildet sich die Nachdunkelung nach einer gewissen Zeit – entweder von alleine oder durch die Anwendung spezieller Cremes zurück. Um der Hyperpigmentierung von vornherein vorzubeugen, sollte man 12 Wochen nach der Laser-Faltenglättung die Sonne meiden und täglich eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 60 anwenden.
Depigmentierung = Aufhellung des behandelten Hautbezirks ist eine insgesamt sehr seltene Nebenwirkung.
Hautverschorfung. Der durch die Laserbehandlung entstandene oberflächliche Hautschorf ist in den ersten Tagen kosmetisch störend. Der Schorf fällt in wenigen Tagen von alleine ab. Er darf auf keinen Fall selbst durch Kratzen entfernt werden, weil es sonst zur Narbenbildung kommt. Nach dem Abfallen der oberflächlichen Krusten bleiben die Hautstellen für wenige Wochen gerötet.
Rötung der Haut. Eine Rötung der Haut ist die normale Reaktion der Haut auf eine Faltenglättung mit Laser und besteht in der Regel 6-10 Wochen. Diese Rötung läßt sich gut überschminken. Im Einzelfall kann diese Rötung der Haut über 10 Wochen bestehen bleiben. Diese über das Normale hinaus bestehende leichte Rötung klingt spätestens nach 6 Monaten ab. Durch die routinemäßige Nachbehandlung nach dem CSR mit speziellen Salben wird dieses Risiko vermindert.
Narbenbildung. Das Risiko einer Narbenbildung ist sehr gering. Narben bilden sich normalerweise nur, wenn sich die behandelten Stellen infizieren, was insgesamt sehr selten ist, oder der Hautschorf abgekratzt wird oder die Laserbehandlung zu tief durchgeführt wurde. Schmutzarbeiten und Gartenarbeiten sind zu unterlassen, um das Risiko einer Infektion von vornherein zu verhindern. Zusätzlich werden desinfizierende Salben aufgetragen.