Aknenarben

Laserbehandlung störender Aknenarben

Das wichtigste Einsatzgebiet für die Laserbehandlung von Aknenarben sind dellenförmige, evtl. erhabene sowie auch schüsselförmig eingesunkene Narben nach schwerer Akne im Wangen-, Stirn- und Kinnbereich. Nicht alle Narbentypen reagieren gleich gut auf die Behandlung. Tiefe, mehr trichterförmig eingezogene Narben an den Wangen, sogenannte Eispickelnarben reagieren auf die Laserbehandlung nicht so effektiv wie flachere, mehr „schüsselförmige" Hautnarben. Verdickte sogenannte „hypertrophe" Gesichtsnarben nach Operation oder Unfall reagieren im Einzelfall ebenfalls gut auf Lasertherapie.

Die Vorteile der Laserbehandlung
Die Laserbehandlung störender Aknenarben bietet im Vergleich zu den alten Methoden der Hautschleifung mit der Diamantfräse (sog. Dermabrasion) und der früher üblichen Verätzung der narbiger Hautpartien (sog. Chemical Peeling) den Vorteil der größeren Behandlungssicherheit auf. Die Niveauunterschiede zwischen normaler Haut und Narbe werden genau angeglichen, da die Eindringtiefe des Lasers exakt kontrollierbar ist. Denn eine zu tiefe Abtragung von Narben kann ihrerseits Narbenbildung verursachen bzw. eine bleibende Aufhellung der behandelten Hautstellen bewirken.

Vorbehandlung der Haut
Für die Laserbehandlung umschriebener kleiner Stellen kann meist auf eine Vorbehandlung verzichtet werden. Vor der Laserbehandlung ausgedehnter Flächen (Wangen, Stirn, Kinnpartie) ist eine spezielle Salbenbehandlung je nach Hauttyp für 1 bis 4 Wochen empfehlenswert (siehe Informationsblatt Vorbehandlung).

Der CO2 Laser
Das Kunstwort Laser bedeutet, daß durch angeregte Emission von Strahlung verstärktes Licht entsteht. Mit diesem verstärkten Licht, dem eigentlichen Laserstrahl, arbeiten wir. Der Laserstrahl des CO2 Lasers wird in sehr kurzen Pulsen von weniger als einer Tausendstelsekunde (Superpuls) auf die Haut geleitet und dort hauptsächlich von Wasser absorbiert. Die oberflächlichsten, wasserhaltigen Hautschichten mit den Narben verdampfen. Das umliegende Gewebe und tiefere Hautschichten werden geschont, da die Energie des Laserstrahls exakt dosiert werden kann. Damit ist das Risiko der Narbenbildung äußerst gering. Sehr schöne kosmetische Resultate mit kurzer Heildauer werden erzielt.

Behandlungsablauf
Nach dem Auftragen und Einwirken einer Betäubungscreme oder Gabe einer Allgemeinnarkose, beginnt die Laserbehandlung. Die sehr kurzen Lichtpulse des
CO2 Lasers verdampfen die obersten narbigen wasserhaltigen Hautschichten.
Im Vergleich zum mechanischen Abschleifen der Haut (Dermabrasion) ist mit dem CO2 Laser eine äußerst feine Dosierung möglich, die verschiedenen Schichten der Deckhaut lassen sich während des Abtragens erkennen. Dies ist Voraussetzung für eine narbenfreie Abheilung, denn gelangt man eine Schicht zu tief, kann sich die Haut an dieser Stelle nicht mehr regenerieren, Wird bis zur richtigen Schicht abgetragen, werden lediglich die narbigen, älteren Hautschichten entfernt und es verbleibt frisches, junges Gewebe.

Heilungsverlauf
Der Heilungsverlauf wird entscheidend durch eine entsprechende Vor- und Nachbehandlung der Haut mit speziellen Pflegemitteln bestimmt. Dazu werden Sie genauestens von uns instruiert (siehe Merkblatt Vor- und Nachbehandlung CSR). Die Vorbehandlung dauert 4 Wochen, in denen Sonne und Solarium gemieden werden müssen.

Nach erfolgter Laserbehandlung ist die Haut sehr empfindlich und wird stark gerötet sein. Neues Kollagen und neue Oberhaut werden sich bilden. Diese Neubildung ist mit Absonderung von Feuchtigkeit verbunden. Mit Hilfe spezieller Cremes und feuchten Umschlägen (alternativ spezieller Wundfolien) über 2-4 Tage wird die benötigte Feuchtigkeit wieder zugeführt. Es bilden sich Krusten, die sich nach einigen Tagen von selbst ablösen. Diese Krusten dürfen auf keinen Fall selbst entfernt werden, da sich sonst Narben bilden. Die prophylaktische Gabe von Antibiotika und Herpes-Virus Tabletten schützt die empfindliche Haut vor entsprechenden Infektionen.
Nach dem Ablösen der Kruste kommt eine neue, rosafarbene Haut zum Vorschein. Diese rosafarbene Haut besteht je nach Vor- und Nachbehandlung und der Behandlungstiefe etwa 6-10 Wochen und kann bedenkenlos übergeschminkt werden. Direkte Sonneeinstrahlung und Solarium sollten 3 bis 6 Monate nach der Behandlung gemieden werden. Die tägliche Anwendung einer Sonnenschutzcreme mit Lichtschutzfaktor 60 ist unbedingt empfehlenswert, um eine Hyperpigmentierung (Nachdunkelung) der behandelten Haut zu verhindern.
Der endgültige Erfolg der Laserbehandlung läßt sich frühestens nach 3 Monaten abschätzen. Die Hautqualität hat sich deutlich verbessert – die Haut ist frei von feinen und mittleren Falten sowie ohne braune Flecken, sie ist frischer, glatter und reiner.

Mögliche Risiken und Komplikationen
Infektion = Besiedelung der gelaserten Hautbezirke durch Bakterien und/oder das (Wieder-) Auftreten von Herpes Bläschen durch Herpes Viren. Deshalb ist eine Prophylaxe mit Antibiotika und Anti-Herpes Tbl. Unerläßlich.
Hyperpigmentierung = Nachdunkelung des behandelten Hautbezirks. Diese unerwünschte Hyperpigmentierung ist immer nur vorübergehend. Immer bildet sich die Nachdunkelung nach einer gewissen Zeit – entweder von alleine oder durch die Anwendung spezieller Cremes zurück. Um der Hyperpigmentierung von vornherein vorzubeugen, sollte man 12 Wochen nach der Laserbehandlung die Sonne meiden und täglich eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 60 anwenden.
Depigmentierung = Aufhellung des behandelten Hautbezirks ist eine insgesamt sehr seltene Nebenwirkung.
Hautverschorfung. Der durch die Laserbehandlung entstandene oberflächliche Hautschorf ist in den ersten Tagen kosmetisch störend. Der Schorf fällt in wenigen Tagen von alleine ab. Er darf auf keinen Fall selbst durch Kratzen entfernt werden, weil es sonst zur Narbenbildung kommt. Nach dem Abfallen der oberflächlichen Krusten bleiben die Hautstellen für wenige Wochen gerötet.
Rötung der Haut. Eine Rötung der Haut ist die normale Reaktion der Haut auf eine Faltenglättung mit Laser und besteht in der Regel 2-8 Wochen. Diese Rötung läßt sich gut überschminken. Im Einzelfall kann diese Rötung der Haut über 10 Wochen bestehen bleiben. Diese über das Normale hinaus bestehende leichte Rötung klingt spätestens nach 6 Monaten ab. Durch die routinemäßige Nachbehandlung mit speziellen Salben wird dieses Risiko vermindert.
Narbenbildung. Das Risiko einer Narbenbildung ist sehr gering. Narben bilden sich eigentlich nur, wenn sich die behandelten Stellen infizieren, was insgesamt sehr selten ist, oder die Behandlung zu tief durchgeführt wurde. Schmutzarbeiten und Gartenarbeiten sind zu unterlassen, um das Risiko einer Infektion zu verhindern. Zusätzlich werden desinfizierende Salben aufgetragen.

Behandlungskosten
Da die ästhetische Lasertherapie eine kosmetische und nicht medizinisch notwendige Behandlung darstellt, werden die Behandlungskosten nicht von den Krankenkassen oder Versicherungen übernommen. Für die ästhetische Lasertherapie wird ein Pauschalhonorar vereinbart. Dieses Honorar richtet sich nach Ausdehnung und Schwierigkeitsgrad der zu entfernenden Flecken/Hautveränderungen.